Montag, 24. Oktober 2016

Eichelgarten-Fotos

Das schöne Wetter gestern wollten wir nutzen, um uns den Eichelgarten im Forstenrieder Park in Herbstfärbung anzusehen. Mit dem Besuch waren gleich zwei Zeitsprünge möglich: der Eichelgarten steht für eine wesentlich größere Fläche, die hier vor wenigen hundert Jahren als Hutewald (als Weide genutzter Wald, Waldweide) genutzt wurde. Und zum Eichelgarten hin gelaufen sind wir wieder auf einem Teilstück der ehemaligen Römerstraße Salzburg-Augsburg. Und nimmt man noch die Möglichkeit hinzu, daß Kringel wie die an dem toten Eichenstamm in Bild 4 mal als Inspiration für vorzeitliche Schmuckkreationen gedient haben, dann sind im Eichelgarten noch ganz andere Zeitsprungdimensionen möglich.

Eichelgarten Forstenrieder Park
Eichelgarten Forstenrieder Park
Eichelgarten Forstenrieder Park
Eichelgarten Forstenrieder Park
Eichelgarten Forstenrieder Park
Eichelgarten Forstenrieder Park
Eichelgarten Forstenrieder Park

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Social Media Abend in Hamburg, Studioausstellung der ältesten Münchnerin

In einem Blog-Eintrag hatte ich Anfang des Jahres auf einen Social Media Abend in Hamburg hingewiesen. Der war laut „Storify #Ausgegraben mit Podcast und Blogbeiträgen“ ein voller Erfolg: „Dem Aufruf folgten ungefähr 50 Twitterer, Instagramer sowie Blogger“. Nun wird am nächsten Montag wieder so ein Abend angeboten: #EisZeitenHH: Social Media Abend zur Doppelausstellung „EisZeiten“.

Gestern habe ich mal wieder einen Blick auf die Website der Archäologischen Staatssammlung geworfen. Zwar ist dort schon einige Zeit die Ausstellung „wegen Sanierungsarbeiten bis 2020 geschlossen“. Aber wir bewegen uns auf das Jahresende zu, und vielleicht tut sich in Sachen Bernstorf was. Nein, nichts über Bernstorf. Aber via den links unten hingequetschten Menüpunkten unter „Startseite Archäologie in München“ die Information, daß die Archäologische Staatssammlung mit der Studioausstellung „Die älteste Münchnerin. Zur Grabung im Apothekenhof 2014 – und andere Funde“ im Charlottengang der Münchner Residenz zu Gast und derzeit Residenzwoche ist. „Die Ausstellung wird bis Ende 2016 zu sehen sein, während der Residenzwoche finden in der Ausstellung Themenführungen statt.“ Fotos von der ältesten Münchnerin gibt es noch beim BR. Infos über den Charlottengang bei der Freidenkerin.

Sonntag, 9. Oktober 2016

Die großen griechischen Mythen bei Arte

Kaum hatte ich gestern darüber geschrieben, daß die Archäologie / Geschichte-Online-Kurse den Vorteil haben, daß man mit weniger Übungen und Infrastruktur auskommt, und dadurch eine aus den Universitäten rausgerutschte Vorlesung fast schon so gut wie ein MOOC ist, da schaue ich in den Fernseher und stelle fest, daß derzeit bei Arte eine Serie über die großen griechischen Mythen läuft.

Aktuell ist auf der von mir verlinkten Arte-Webseite noch der weiterführende Link zum „Interview mit François Busnel, dem Autor der Dokureihe“ zu finden. François Busnel sagt in dem Interview: „Die Dokureihe erzählt die Mythen so, wie sie die Griechen im 5. Jahrhundert v. Chr. überlieferten. Im Laufe der Zeit wurden sie nämlich von den Römern, der christlichen Kirche, den Künstlern aus Renaissance und Klassizistischem Barock, den Psychoanalytikern und den Hollywoodstudios verfälscht, um sie den eigenen Interessen dienlich zu machen.“ Und weiter: „Gilbert Sinoué und ich gingen beim Schreiben der Dokureihe von den griechischen Texten aus. Diese stammen aus der Zeit zwischen dem 8. Jahrhundert v. Chr. und dem 3. Jahrhundert n. Chr., von Homer, Hesiod, Pindar oder Diodor.“

Das klingt ja schon ganz gut. Und wurde sicher treffender in Bilder umgesetzt, als es den Universitäten bei ihren Vorlesungsvideos möglich ist. Die Mythen-Serie ist in 20 Folgen unterteilt. Davon werden wöchentlich jeweils zwei ausgestrahlt. Gestern lief die dritte und die vierte Folge. Wenn man auf der Überblicksseite oben die „+7 Mediathek“ anklickt und nach „Mythen“ sucht findet man aktuell die Langversionen dieser beiden Folgen. Die ersten beiden Folgen sind nicht mehr zugreifbar. Ich vermute das läuft jetzt in dieser Weise die nächsten Wochen so weiter. Vielleicht gibt es später Wiederholungen, die dann auch wieder in die Mediathek kommen? Und wenn man nun wirklich etwas ganz verpasst hat, dann kann man auch mal bei Youtube nachsuchen, ob man etwas Brauchbares über die griechischen Mythen findet.

Samstag, 8. Oktober 2016

Herbst-MOOCs

In diesen Wochen starten wieder einige MOOCs. Ein paar Coursera-Beispiele: „Roman Art and Archaeology“ hat am Montag begonnen. „Magic in the Middle Ages“ startet am 24. Oktober. „Introduction to Ancient Egypt and Its Civilization“ am 31. Oktober. „Osteoarchaeology: The Truth in Our Bones“ am 4. November. Ein paar MOOCs sind neu, aber in der Mehrzahl werden alte Kurse wiederholt. Futurelearn trat früher nicht so in Erscheinung, hat aber schnell eine größere Zahl von Kursen angesammelt und scheint ganz gut mit dem Schema der schnellen Wiederholungen zurecht zu kommen. Manches, was einen vor ein paar Monaten interessiert hätte, startet dort gerade wieder. Und bei edX und Coursera sind die Inhalte manch alter Kurse zugreifbar und können „Self Paced“ durchgearbeitet werden.

Mittlerweile ist diese Form der Online-Kurse unter der Bezeichnung MOOC (Massive Open Online Course) allgemein bekannt. Zumindest im Bildungsbereich hat man mittlerweile auch eine Vorstellung von den bis über die 100000 gehenden Teilnehmerzahlen von MOOCs. Aber mittlerweile hat Coursera ja gerade die extrem teilnehmerstarken MOOCs aus dem Computerbereich in Teilkurse von Specializations mit mehreren schnell wiederholten Kursen umorganisiert. Also selbst da wird es schwieriger, die namensgebenden massiven Teilnehmerzahlen auf einmal zu erreichen. Mal sehen wie sich die Bezeichnung MOOC hält. Für die Specializations insgesamt dürften die durchgeschleusten Zahlen immer noch sehr imposant sein. Und im Grunde genommen sind diese Zahlen wegen dem gegenüber den Einzelkursen umfangreicher vermittelten Stoff sogar noch gewichtiger.

Ich hatte in einem frühen Eintrag zum Thema zurückhaltend „Online-Kurse“ als Überschrift verwendet, habe dort allerdings auch in den letzten Abschnitten auf ein breiteres Spektrum als die MOOC-Anbieter hingewiesen. Man möge dieses breitere Spektrum auch weiter berücksichtigen. Im Computerbereich ist es ganz normal, neben den MOOCs eine Vielfalt von weiteren Anbietern zu haben. Von Fachvorträgen die online gestellt werden über Schulen wo man online Programmiersprachen lernen kann bis zu kleinen Youtube-Erklärvideos. Da ist es eigentlich komisch, daß im Bereich Archäologie/Geschichte dauernd Informationen verschwinden und das anscheinend niemand stört. Das Denkmalamt liefert weiter an die Zeitungen, das wird vielleicht gelesen und wandert dann zum Altpapier. Die Abendschau berichtet vom neuen Limes-Wachturm und das wird dann irgendwann wieder depubliziert. Man hat zumindest bei den Archäologie/Geschichte-Online-Kursen den Vorteil, daß man mit weniger Übungen und Infrastruktur auskommt. Manchmal rutscht aus den Universitäten eine Vorlesung in Form von Videos raus, das ist dann fast schon so gut wie ein MOOC.

Der seinerzeit in den „Online-Kursen“ erwähnte Semantic-Web-Kurs startet übrigens in überarbeiteter Form ebenfalls wieder. Titel ist „Linked Data Engineering“, es geht am 17. Oktober los, Referent ist wieder Harald Sack.

Zum Schluß noch Links mit München-Bezug: Im Rahmen der alpha-Campus-Reihe entstand ein knapp halbstündiges Video mit dem Althistoriker Christian Meier unter dem Titel „Beginnt Europas Geschichte mit den alten Griechen, Herr Meier?“. Das Interview wurde im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke aufgenommen. Ich empfehle sich das Interview mal anzuhören. Das Abguss-Museum hatte ich schon in „Bilder vom Kunstareal-Fest 2015“ empfohlen, was ich hier gerne wiederhole. Eine Gelegenheit für den Besuch böte die 18. Lange Nacht der Münchner Museen am nächsten Samstag. Da gibt es im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke noch die „Antike und moderne Ringerkunst im Vergleich“ als Zugabe.

„Die Römer in Perlach – Einweihung dreier neuer Informationstafeln“ - ich hatte das letzten Sonntag ganz kurz vor der Einweihung mitbekommen. Die Informationstafeln sollten nicht weit von der schon von mir besuchten Keltenschanze auf dem Friedhof in München-Perlach zu finden sein.